Übungswochenende

auf dem Taubensuhl

 

 

Frei nach dem Motto einmal ist keinmal und beim zweiten Mal klappt sowieso alles noch viel besser, haben wir auch im Jahr 2000 ein Übungswochenende veranstaltet. Diesmal jedoch sehr viel näher als im letzten Jahr. Genauer gesagt waren wir auf dem Taubensuhl bei Eußerthal.

Die Ankunft verlief planmäßig, das Wetter war optimal und auch die Tatsache, das es sich um ein festes Gebäude handelte ließ bei der Mannschaft unverhohlene Freude aufkommen. Zumindest lassen das einige Äußerungen der Hundeführer erahnen. „Uff, richtige Klos und Duschen“, „Hier regnets bestimmt nicht rein ,wie in die Zelte!“, „Man, echte Betten, genial.“. Um nur einige zu nennen.

Die Voraussetzungen für ein gelungenes Wochenende waren also gegeben.

Zum ersten Mal waren auch die Angehörigen eingeladen teilzunehmen, sozusagen um einmal hautnah dabei zu sein. Denn eines sollte auch mal erwähnt werden, nur wenn uns unsere Angehörigen unterstützen können wir die Arbeit so leisten, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Es ist nämlich nicht immer leicht einzusehen, warum der Freund, Gatte oder die Gattin mitten in der Geburtstagsfeier, in mitten stockfinsterer Nacht oder beim Einkauf plötzlich in einer orangefarbenen Rauchwolke gen Horizont und damit zum Einsatz entschwindet. Darum sagen wir an dieser Stelle Danke an unsere Familien!

Was stand alles auf dem Plan?

Unterordnung! Im Hinblick auf den bevorstehenden Rheinland Pfalz Tag in Landau einer der wichtigsten Punkte. Obwohl wir in den letzten Jahren immer wieder Vorführungen zu den verschiedensten Anlässen gemacht haben, kommt es immer noch zu verwirrenden Situationen. „Wieso stehst Du da und nicht da?“, „Links um! Nein, nicht so links, andersrum links!“ (hä?), „Die Reihe sieht aus wie ein Fragezeichen.“. Und so weiter. Tja, nobody is perfect!

Suchübungen! Ganz klar auch dies wurde in allen Variationen geübt. Platz genug hatten wir ja.

Abseilübungen! Dies ging hier besonders gut, denn die Voraussetzungen waren hervorragend. Es stand ein sicherer Stahlmast zur Verfügung an dem die Hunde, samt Hundeführer, munter rauf und runter geseilt werden konnten. Natürlich unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.

So nun waren wir also am Taubensuhl angekommen. Erste Maßnahme entladen der Fahrzeuge und aufbauen der Gerätschaften die wir zur Übung brauchten. Am ersten Abend gingen wir das Ganze erst mal langsam an. Bei gemütlichem Lagerfeuer begannen wir unser Übungswochenende. Doch die Ruhe war trügerisch. Plötzlich der Aufruf sammeln zur Unterordnungsübung.

Vorbei war die schöne Zeit. Unter Flutlicht vom eigens mitgeführten Lichtmast übten wir dann die Unterordnung. Wir beließen es an diesem Abend bei der Unterordnung. Die Nacht war kurz der Funk war laut. Am nächsten Morgen ging es mit einem gemeinsamen Frühstück los. Danach erneut Unterordnung mit anschließender Geräteübung. Warum diese Geräteübungen ? Diese Übungen müssen sein damit sich die Hunde an das Begehen von Steckleitern und wackeligen Brücken bzw. Dielen gewöhnen. Im Einsatzfall ist nicht immer eine Treppe vorhanden die man in Anspruch nehmen kann. Man muss sich dann eben mit allem helfen, was im Einsatzgebiet so zu finden ist. Bretter, Dielen etc. Nach der Übung kurze Pause bis die Opferpersonen im Wald versteckt waren. Dann eine Flächenübung. Dies ist immer noch ein Hauptaufgabengebiet unserer Hunde. Übung macht den Meister. Übung beendet, Mittagspause. Am Nachmittag stand die Abseilübung auf dem Plan. Die hier sehr gut möglich ist, da ein Mast vorhanden war.

Unter größter Vorsicht befestigte unser Staffelführer ( Das Eichhörnchen ) die dafür Notwendigen Geräte am Turm . Die Sicherungsleinen wurden überprüft und das Sicherungspersonal eingewiesen. So, da nun alles nötige für die Sicherheit getan war konnte der erste Hundeführer mit seinem Hund die Übung beginnen. Wir arbeiten mit einem sogenannten Rollgliss. Das heißt der Hundeführer kann sich durch eigene Kraft hinaufziehen und ablassen aber auch von einer zweiten Person hinauf oder abgelassen werden. Jetzt zeigte sich wer was in den Armen hatte ! Bis alle Teams diese Übung hinter sich hatten brach dann auch langsam die Nacht herein. Es reichte gerade noch zum Grillen und etwas gemütlichen sitzen am Feuer bevor dann allerdings der große Regen kam. Eigentlich war in dieser Nacht noch eine Übung geplant. Aber diese mussten wir aufgrund der miserablen Witterungsverhältnisse Absagen. Es war nicht möglich diese Übung durchzuführen da es heftig blitzte und donnerte. Normalerweise lassen wir uns davon nicht unterkriegen im Einsatzfall zählt das auch nicht. Aber aufgrund des heftigen Sturms der mit dem Unwetter einherging war die Gefahr zu groß von herabfallenden Ästen oder Baumteilen verletzt zu werden. Also gut verlagern wir den Abend nach drinnen und machen wir das beste daraus. Zu späterer Stunde entschlossen wir dann entgültig die Übung abzuhaken und gingen dann eben ins Bett. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Am Sonntagmorgen war uns der Wettergott dann wieder gnädig und bescherte uns noch einmal recht gutes Wetter zum Üben. Einmal mehr stand die Gruppenunterordnung im Vordergrund. Hier weniger der Gehorsam der Hunde als der Führer. Es wurden verschiedene Formationen geübt, verändert, getestet. Nun noch mal ein gemeinsames Mittagessen. Danach Abbau der Geräte Verladung auf die Fahrzeuge und Rückfahrt zum Stützpunkt. Hier wurde dann wie Üblich noch einmal das Wochenende besprochen und analysiert mit dem Ergebnis, dass es trotzt der Wetterkapriolen ein sehr gelungenes Übungswochenende war.